Two ply or not two ply?

Man lernt ja nie aus. Ich habe nun gelernt, dass ich zukünftig immer eine Probe spinnen werde und diese ausnahmslos immer anstricken werde, um zu sehen, wie das versponnene Garn dann aussieht. Bei meinen Testspinnereien habe ich ziemliche Überraschungen erlebt. Aber besser jetzt, als nach 800 Gramm versponnenem Garn.

Wie Ihr seht, seht Ihr nichts. Navajo (oben) und zweifädig (unten) machen nicht den riesigen Unterschied. Das Zweifädige hat etwas mehr Definition, die Maschen sind etwas deutlicher zu erkennen. Aber nur ein wenig. Viel wertvolller war für mich Erkenntnis, dass ich mit dem Garn lieber keinen aufwendigen Aran stricke, da die Farben das Muster zu sehr untergehen lassen würden.

Neugierig habe ich noch einen weiteren Test gemacht und zwar mit der Gotland-Wolle von Wollknoll.

Hier war ich sehr überrascht, ist doch ein großer Unterschied zwischen dem dreifädig Navajoverzwirntem (links) und dem Zweifädigen (rechts). Das Zweifädige ist fusselliger und hat dadurch ein undeutlicheres Maschenbild. Die Navajo-Technik hat bei der Gotland-Wolle ein glatteres Garn produziert, das zwar durch die engere Verzwirnung etwas weniger weich ist, dafür aber die Maschen deutlicher herausstechen lässt.

Und jetzt? Verspinne ich die schottische Multicolor, und zwar zweifädig, wie klengelchen mir geraten hat. Zwar gefällt mir das Garn als dreifädiges besser, wenn aber der Unterschied so gering ist, achte ich lieber auf das Gewicht des fertigen Strickstücks.

Allerdings werde ich wohl eher ein schlichteres Projekt dafür ins Auge fassen. Vielleicht Augusta (Ravelry Link)?

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3 responses to “Two ply or not two ply?

  • wollbine

    Ja, frau hat’s nicht leicht und mit jeder neuen Technik, die frau dazu lernt, wird die Entscheidung nicht leichter. Andererseits macht es Spaß mit den gewonnenen Fähigkeiten zu spielen.
    In diesem Sinne: viel Spaß beim Spinnen, Stricken, Vergleichen, Verwerfen, neu entscheiden …..

    LG
    Sabine

  • mascha

    Augusta ist bestimmt eine gute Wahl. Und die Maschenprobe mach‘ ich künftig auch bei Selbstgesponnenen, da hast du völlig recht das sich das lohnt, siehe Gotland-Probe.

  • msblackstitch

    Ich hätte auch niemals gedacht, dass Verzwirnen einen solchen Unterschied im Garn macht 🙂 Eigentlich ziemlich blöd, wozu sollte es sonst verschiedene Techniken geben! Da kann es echt schnell passieren, dass man das falsche Garn fürs Wunschprojekt zusammenzwirnt.

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