Archiv der Kategorie: Zitate von Nicht-Strickern

Zitate von Nicht-Strickern (21)

Sie sind ja eine ganz brave und fleißige Frau. Sie haben immer was zu schaffen.

Wenn die ältere Dame nur wüsste, wie oft mich das Stricken vom „schaffen“ abhält, hätte sie das wohl sicherlich nicht gesagt.

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Zitate von Nicht-Strickern (20)

Was wird das? Ein Handtuch?

… fragte mich ein älterer Herr auf einem klapprigen Fahrrad beim Anblick meines Nuvems. An einer Antwort auf seine Frage war er wohl nicht ernsthaft interessiert, denn gleich nachdem er diesen Kommentar absetzte, war er mit seinem Drahtesel schon wieder weg.


Zitate von Nicht-Strickern (19)

„Strickliesel“

Oft habe ich dieses Wort schon von Nicht-Strickern gehört. Es wurde mir von Jugendlichen, die sich damit unglaublich lustig vorkamen, hinterher gerufen, milde lächelnde Omis hatten sich mir gegenüber auch schon als ehemalige Stricklieseln „geoutet“. Gestern während des Stricktreffens fiel das Wort wieder, dieses Mal war eine etwas ältere Dame am Nachbartisch die Urheberin.
Nun soll man sich ja bekanntlich nicht darum kümmern, was andere über einen selbst und das eigene Hobby denken. Trotzdem stört mich dieser Ausdruck ungemein und wenn ich ehrlich bin, möchte ich auch nicht als „Strickliesel“ bezeichnet werden, empfinde es fast ein wenig als Beleidigung. Warum, das wusste ich irgendwie selbst nicht. Da ich aber wissen wollte, was mich an dem Wort stört, habe ich mir einige Gedanken gemacht und ein wenig zur Strickliesel recherchiert.

Da ist zum einen der Name. Warum heißt das Gerät eigentlich Liesel oder – je nach Region – Bärbel, Susel oder Hanni – und nicht Hans, Georg oder Günther? Klar, es ist ja ein „Mädchenspielzeug“, so wie alle Dinge rund ums Handarbeiten in unserer heutigen Kultur vermeintlich Frauensache sind. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die heute bekannten Versionen aus Holz mit Mädchengesicht erstmals als Kinderspielzeug vertrieben. Das ist es auch bis heute geblieben. Von der ursprünglichen Verwendung als Werkzeug (das älteste bekannte Exemplar wird auf das Jahr 300 n.Chr. datiert) ist in unserem heutigen Sprachgebrauch keine Spur mehr. In meinen Ohren klingt bei dem Begriff daher viel Kinderhaftes und Nutzloses mit. Sofort denkt man an die meterlangen Strickschläuche, die man vielleicht sogar selbst als Kind produziert hat. Was macht man damit? Ich weiß, es gibt zahlreiche Anleitungen und Ideen, was man alles damit anstellen kann, von Schmuck über Taschen bis hin zu Teppichen. Der normale Nicht-Stricker hat davon jedoch in den seltensten Fällen Ahnung und denkt bei dem Ausdruck an die nutzlosen Schläuche aus der Kindergartenzeit, mit denen man vielleicht mehr schlecht als recht irgendwelche Alltagsgegenstände umwickelt und „verziert“ hatte. Bezeichnet mich nun jemand als „Strickliesel“ klingt das für mich danach, als würde ich eine nutzlose Tätigkeit ausüben, deren Ergebnis zu belächeln ist. Etwas, das nicht nur völlig sinnfrei ist, sondern maximal den geistigen Horizont und das Geschick eines Vorschulkindes erfordert.

Und das ist es, was mich stört. Sicher, das liegt zum Großteil an meinen eigenen Assoziationen, die ich zu dem Begriff habe. Viele Strickerinnen sehen das nicht so eng, nennen ihren Blog, ihren Woll-Laden oder Onlineshop so. Jede, wie sie möchte. Aber ich möchte trotzdem keine „Strickliesel“ sein.


Zitate von Nicht-Strickern (18)

Beim Arzt im Wartezimmer. Manche Patienten blättern uninteressiert ein Magazin durch, andere tun einfach garnichts und warten. Ich hole mein Strickzeug heraus. Eine wartende Dame zu einer magazinblätternden Dame:

„Guck mal, Stricken. Das würde mir ja auch Spaß machen. Aber ich hab da keine Zeit für.“


Zitate von Nicht-Strickern (17)

Ein Vater zu seiner kleinen Tochter:

„Schau, die Frau da häkelt eine Socke!“



Zitate von Nicht-Strickern (16)

Ein männlicher Nicht-Stricker, der mir völlig fasziniert beim Sockenstricken zusieht:

„Ich finde, sowas sollte jede Frau können.“


Zitate von Nicht-Strickern (15)

„Unglaublich, dass man sowas dann auch wirklich anziehen kann!“