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Doppelt gemoppelt verwirrt besser

Dieses zwei-Ärmel-auf-einmal-Stricken ist wirklich toll: Man muss sich beim Stricken keine Mitschriften dazu machen, in welcher Reihe man nun mit den Zunahmen begonnen hat und wenn man einen kleinen Fehler macht, wie z.B. eine zusätzliche Reihe Bündchenmuster, obwohl man doch schon längst ins glatt Rechts wechseln wollte, macht man das am anderen Ärmel einfach genauso. Klasse Sache. Doch jetzt kommt das „aber“:

So sieht mein Gestricksel aus, wenn ich es aus dem Projektbeutel ziehe. Bevor ich anfangen kann, steht erstmal jede Menge Entwirrung an, insbesondere, wenn ein Knäuel sich schon so dem Ende zuneigt, dass es sich ständig auflöst.

Auch während dem Stricken habe ich ständig mit Verwirrungen und Verknotungen zu kämpfen, die manchmal eine beängstigende Ähnlichkeit zu Wollkotze entwickeln. Das Strickvergnügen wird weiter dadurch geschmälert, dass man gefühlt einfach gar keine Fortschritte macht und nicht vorwärts kommt. Trotzdem macht das Projekt noch jede Menge Spaß – so sehr, dass ich mich sogar auf das Zusammennähen freue!


All-in-one

Derzeit scheint bei mir alles entweder rot oder blau zu sein, so auch mein aktuelles Cardigan-Projekt:

Das wird ein Central Park Hoodie, allerdings in leicht abgewandelter Form, ich habe mich nämlich für die Version mit „Viking Cables“ entschieden. Dazu musste ich etwas grübeln und herumrechnen (beides nicht gerade meine Stärke), denn die veränderten Zöpfe benötigen eine andere Anzahl Maschen, als in der ursprünglichen Anleitung veranschlagt. Und da mir das noch nicht lustig genug war, habe ich mich noch dazu durchgerungen, Voderteile und Rücken in einem Stück zu stricken.

Praktisch ist das, weil man sich so kryptische Aufzeichnungen zu Musterwiederholungen, Länge bis zum Armausschnitt oder individuelle Abnahmetechniken erspart – man strickt einfach alles in einem, Vorderteile und Rückenteil haben so garantiert dieselbe Länge. Ein weiterer Vorteil: man spart sich ganz schön viel Näherei am Ende.

Nicht ganz so praktisch ist diese Technik, da man quasi immer ein Auge auf drei Anleitungen für drei Teile haben muss. Beim Central Park Hoodie ist das allerdings nicht allzu schlimm.

Von der Wollbox habe ich mir für das Projekt ein Garn bestellt, das ich schon gefühlte Ewigkeiten mal ausprobieren wollte: 220 Superwash von Cascade Yarns. In Superwash und non-Superwash ist das 220 die (wenn man Ravelry glauben kann) beliebteste Wolle der amerikanischen Stricker. Über 70.000 Projekte sind damit schon angelegt. In verschiedensten Podcasts aus den USA habe ich immer wieder Lobgesänge auf das Garn gehört. Und bis jetzt kann ich nichts Gegenteiliges berichten: Die Farbe ist ein tolles „heatheriges“ Rot, die Wolle fühlt sich schön wollig an und dürfte auch für Kratzempfindliche vertretbar sein, das Gestrickte hat ein schönes Maschenbild.

Den All-in-one-Gedanken setze ich nun bei den Ärmeln weiter fort. Die werden gleichzeitig auf einer Rundstricknadel gestrickt.