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Anleitung der Woche: Black Death Shawl

Wenn ihr den sehr empfehlenswerten Podcast Electric Sheep kennt, dann kennt ihr sicher auch seine Moderatorin Hoxton. Diese hat nun ihre erste Anleitung veröffentlicht: Black Death Shawl, eine schlichte und schöne Anleitung für ein Lace-Tuch in zwei Größen (hier gibt es weitere Fotos). Der etwas dramatische Name rührt daher, dass Hoxton das Tuch entworfen hat, als sie von einer ziemlich fiesen Infektionserkrankung heimgesucht wurde.

Copyright: Hoxton Handmade

Copyright: Hoxton Handmade

Ihr bekommt die Anleitung kostenlos bei Ravelry.

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Einfach geradeaus

Manchmal darf es kein Lace, keine Muster in der Socke, keine Zöpfe sein – dann mag man einfach nur unkompliziert vor sich hin stricken. Dafür ist das Tuch 22 Little Clouds von Martina Behm geradezu wie geschaffen. Aus diesem Grund begleitet es mich derzeit überall dahin, wo entweder mit Warterei zu rechnen ist oder wo sich gesprächsfreudige Strickerinnen treffen.

Das Garn ist 100% Falkland-Wolle, selbst gefärbt und selbst gesponnen.

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Zum ersten Mal habe ich nicht meine gewöhnliche Spinntechnik (den kurzen Auszug) sondern den langen Auszug angewendet, der ein fluffigeres und elastischeres Garn produziert (im Englischen „woolen spun“ genannt, keine Ahnung, ob es dafür einen deutschen Begriff gibt?). Zwar sind die gesponnenen Singles etwas ungleichmäßiger, nach dem Verzwirnen fallen die unterschiedlich dicken und dünnen Stellen jedoch kaum mehr auf. Gelernt habe ich diese Technik dank einer DVD bzw. einem Video-Download von Interweave Press: „Drafting – The Long and Short of it with Abby Franquemont“. Wie der lange Auszug aussieht, kann man sehr gut in diesem kurzen YouTube-Trailer für das Video sehen:

Das komplette Video dauert mehr als eine Stunde, in der man wirklich viel lernen kann. Ich habe bislang einfach irgendwie gesponnen, nun ist mir klar, was ich mit welcher Technik aus welcher Faser herausholen kann.

Und wieder mal muss ich sagen: Selbstgesponnenes Garn zu verstricken macht viel viel mehr Freude, als mit gekaufter Wolle zu arbeiten!


Strickst du schon oder übersetzt du noch?

Öfters schaue ich mal, durch welche Suchbegriffe die Leser auf meinen Blog verwiesen werden. Auffallend häufig ist zu verzeichnen, dass gezielt nach deutschsprachigen Anleitungen, oftmals in Kombination mit dem Begriff „ravelry“, gesucht wird. Für all jene möchte ich an dieser Stelle eine kurze Anleitung geben, wie man unkompliziert in ravelry selbst nach deutschen Anleitungen sucht, ohne den Umweg über eine Suchmaschine und diverse Blogs zu gehen.

Klickt auf der Startseite von ravelry oben links „Patterns“ an.

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Ihr gelangt in den Bereich für sämtliche auf ravelry angelegten Anleitungen. Von dort geht es weiter zu der Suche: „pattern browser and advanced search“:

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Auf der folgenden Seite habt ihr unendlich viele Möglichkeiten, genau den Typ Anleitung zu finden, den ihr sucht. Unter „Availability“ könnt ihr kostenlose Anleitungen auswählen, unter „Category“ den Typ (Tuch, Schal, Rundschal, Pulli, Jacke, Mantel, Socke, ….), unter „Attributes“ könnt ihr euch sogar aussuchen, ob ihr nur Socken angezeigt bekommen wollt, die von der Spitze aus gestrickt werden oder ausschließlich Tücher, die halbmondförmig sind. Auch, wenn ihr euch mit der englischen Sprache etwas schwer tut – es lohnt sich wirklich, sich in die Strickbegriffe etwas reinzufuchsen, um diese Suchfunktion richtig nutzen zu können.
Wenn ihr auf dieser Seite ziemlich weit nach unten scrollt, könnt ihr die Datenbank gezielt nach deutschsprachigen Anleitungen filtern:

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Ihr seht, knapp 21.000 deutschsprachige Muster sind auf ravelry angelegt – ganz schön viele!

Und trotzdem ist nur ein verhältnismäßig kleiner Teil übersetzt worden oder gleich in deutscher Sprache erschienen, denn immerhin umfasst die ravelry-Datenbank derzeit mehr als 360.000 Anleitungen! Tolle Anleitungen zum Beispiel aus der Twist Collective oder die Serie Wool People von brooklyntweed erscheinen ausschließlich in englischer Sprache. Wer also auch solche Anleitungen stricken mag, kommt nicht umhin, sich etwas mit der englischen Sprache und den speziellen Strickbegriffen zu beschäftigen … und sich damit unter Umständen gleich auf doppeltes Neuland zu begeben, was natürlich auf den ersten Blick etwas abschrecken kann. Lasst euch aber gesagt sein: es ist machbar, auch ohne Studienabschluss in Anglistik oder gar Abitur. Einige Sprachkenntnisse sollte man zwar haben, da Anleitungen aber meistens einem bestimmten Schema folgen, bekommt man hier schnell einen Durchblick. Bei der „Strick-Fachsprache“ ist diese tolle Liste vom Stricknetz eine praktische Hilfe.
Traut euch einfach! 🙂


Anleitung der Woche: Sunny Days Shawlette

Copyright: Nurturing Fibres / Carle Dehning

Copyright: Nurturing Fibres / Carlé Dehning

Die Sunny Days Shawlette ist sehr gut für Anfänger geeignet, die erstmal schauen möchten, ob das mit dem Tücher stricken und Tücher tragen wirklich ihr Ding ist. Die vielen vielen Reihen glatt rechts sind zwar nicht gerade aufregend, lassen sich aber gut nebenbei stricken während im Fernsehen ein guter Film läuft. 
Aus dem Tuch kann man wirklich viel herausholen: In der zweifarbigen Variante kann es sowohl schreiend bunt als auch gedeckt und bürotauglich sein (mir juckt es ja etwas in den Fingern, eine Variante in einer der Hogwarts-Hausfarben zu stricken!), wer nicht gerne mit zwei Garnen arbeitet, kann auch eine einfarbige Variante machen. 

Das Tuch gibt es derzeit kostenlos auf Ravelry, allerdings nur bis Ende Mai! Bitte beachtet die Info auf der Ravelry Pattern-Seite, um herauszufinden, wie ihr den Gutschein-Code einlöst, um die Anleitung kostenlos zu erhalten.
Entworfen hat die Anleitung Carlé Dehning von Nurturing Fibres aus Südafrika. Auf ihrem Blog und in ihrer Ravelry-Gruppe veranstaltet sie gerade einen Knitalong für die Sunny Days Shawlette.

 

 


Welle um Welle

Selten hat mir das Lace stricken so viel Spaß gemacht, wie bei diesem Tuch – die Maschen haben sich quasi von alleine gestrickt.

Das Lochmuster ist durchbrochen von zwei rechten Maschen, die von jeweils einer linken Masche umrandet werden. Diese „Wellen“ geben dem Tuch eine sehr schöne Struktur.

Von dem Wollmeisenstrang hatte ich nur zirka drei Meter übrig … das Abketten war dementsprechend eine spannende Angelegenheit!

Das Tuch lässt sich recht einfach stricken und wäre auch für Lace-Anfänger geeignet. Es ist verhältnismäßig unkompliziert, das Muster ist leicht zu merken und sieht klasse aus. Noch dazu ist die Anleitung kostenlos.

Und hier nochmal alles im Überblick:

  • Wolle: Wollmeise Twin in einer „Nobody’s Perfect“ Farbe
  • Verbrauch: Alles bis auf drei Meter
  • Nadelstärke: 3,5 mm
  • Anleitung: Seas Shawl von Suzy Crancer (luckyfind), kostenlos bei Ravelry

Sommerfrische

Ja, ich weiß, bei den Temperaturen mag es irrsinnig erscheinen, ein Wolltuch zu stricken. Aber da ich ein Fan des antizyklischen Strickens bin (warum erst im Winter warme Sachen stricken, dann müssen die doch schon längst fertig sein?), ist mir das recht egal. Wenn sich der Sommer also irgendwann wieder verzogen hat, werde ich mir dieses Tuch um den Hals legen und an die klebrigwarmen vergangenen Tage denken, in denen die kühle Wollmeisenfarbe mir zumindest die Illusion einer Sommerfrische gegeben hat.

Die Anleitung für das Tuch gibt es kostenlos bei Ravelry: Seas Shawl. Das Tuch kann beliebig groß oder klein gestrickt werden, da das wellenartige Muster so oft wiederholt werden kann, bis die Wolle aufgebraucht ist. Genau das habe ich auch vor und ich denke, das Tuch wird eine richtig gute Größe erreichen – schließlich sind Wollmeisenstränge 150 Gramm schwer.

Um welche Wollmeisenfarbe es sich hier handelt, kann ich leider nicht sagen, denn der Strang ist ein „Nobody’s Perfect“. Egal, die Farbe ist auch unperfekt einfach ein Hammer – sie strahlt richtig!
Mit den „Dreamz“-Nadeln bin ich hochzufrieden, das Stricken macht großen Spaß. Die anfängliche „Klebrigkeit“ ist mittlerweile auch verschwunden, nun läuft alles wunderbar.

Ich freue mich schon auf das Blocken – das Muster entwickelt sich bestimmt ganz toll.


Anleitung der Woche: Martinmas Shawl

Der Martinmas Shawl ist mal etwas völlig anderes – zweifarbig, „lacig“, dabei aber nicht zu verspielt und sehr tragbar:

Foto: Sarah Burghardt / sarahtomic ravelry

Foto: Sarah Burghardt / sarahtomic ravelry

Das Tuch beginnt man von „unten“, indem man eine recht große Anzahl Maschen anschlägt und dann den Lace-Teil strickt. Dieser ist zweifarbig und bringt dadurch etwas zusätzliche Abwechslung in das Muster. Eine einfarbige Version wäre aber sicher auch sehr schön. Der obere Teil wird dann durch verkürzte Reihen in kraus rechts an den Lace-Teil angestrickt.

Foto: Sarah Burghardt / sarahtomic Flickr

Foto: Sarah Burghardt / sarahtomic Flickr

Das Tuch wird durch seine Konstruktion eher lang als dreieckig, was mir sehr gut gefällt, da ich diese Form recht tragbar finde.

Die Anleitung für  den Martinmas Shawl hat Sarah Burghardt verfasst, die so nett ist und das Pattern kostenlos auf Ravelry zur Verfügung stellt. Vielen Dank, Sarah! Das Tuch steht in meiner Queue auf jeden Fall ganz weit oben.