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Und ewig lockt der Supersale

Dienstag, 7. Mai 2013 – Telefonat mit Mama BlackStitch

Mama BlackStitch: Du, bei Lanade ist gerade wieder Supersale! Möchtest du auch was bestellen? Dann teilen wir uns die Versandkosten.

Ich: Nein, dieses Mal setze ich aus. Mein Stash ist so voll, auch mit Handgesponnenem und ich muss immer noch Wolle vom Supersale letztes Jahr wegstricken.

Ich fühle mich stark und stolz, dass ich der Versuchung widerstanden habe und bei dem Gedanken an 35% vergünstigtes Drops-Garn so besonnen reagiert habe.

 

Mittwoch, 8. Mai 2013 – im Büro

Ich denke mir, ein Color Affection in gedeckten Farben wäre doch ganz nett für die Arbeit. Das Wetter ist dieses Jahr sowieso so schlecht, dass man sowas jetzt locker noch tragen könnte. Der Sommer setzt dieses Jahr wohl anscheinend sowieso aus.

 

Freitag, 10. Mai 2013 

Im Fernsehen läuft „Wer wird Millionär“ und ich schaue in der Werbepause mal bei Lanade rein. Nur mal gucken.

 

Samstag, 11. Mai 2013 – Erneutes Telefonat mit Mama BlackStitch

Ich: Hast du schon bei Lanade bestellt?

Mama BlackStitch: Nein, bin noch nicht dazu gekommen.

Ich: Ah, gut. Ich würde jetzt vielleicht doch was mitbestellen. Ich schick dir eine Mail, ok?

Ich durchsuche das Netz nach Farbinspirationen bzw. der Bestätigung, dass die drei Farben, die ich mir ausgesucht habe, wirklich gut zusammenpassen. Schlussendlich bestelle ich nicht nur Garn für einen Color Affection, sondern auch ein drittes Knäuel Drops Delight in einer Farbe, von der ich bereits drei im Stash habe. Und Wolle für Socken für Mr. BlackStitch. Und dann noch Wolle für Socken für mich. Ich fühle mich schwach.

 

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Fertig, done, fini

Am vergangenen Sonntag, um ungefähr 15h, ging für mich eine ganz persönliche Strick-Ära zu Ende.

Ja, er ist fertig, der Tweedy Aran Cardigan. Teile davon waren mit auf Hochzeitsreise, andere wiederum mit in Schottland und wieder andere haben mich auf diversen weiteren Reisen und Ausflügen begleitet. Eins ist aber trotz der aufkeimenden Nostalgie klar: so einen stricke ich nicht nochmal. Nicht, weil es ach so furchtbar war, nein, ganz und garnicht, aber es gibt Strickteile, die strickt man einfach nur einmal. Und das ist eins davon, zumindest für mich.

Ganz ehrlich, ich bin total stolz auf das Teil. Auch, weil ich durch das Projekt eine Menge gelernt habe: zopfen ohne Zopfnadel, ordentlich zusammennähen, Ärmel sowie linke und rechte Seiten stricken, die zusammenpassen.

Meine wichtigste Erkenntnis: gute Organisation ist alles. Maschenmarkierer in den Zunahmen und detaillierte Notizen sparen eine Menge Zeit, die man sonst reihenzählend und fluchend zubringen würde. Eigentlich logisch, mir wurde das aber erst klar, als ich die rechte Vorderseite angefangen hatte und mir klar wurde, dass diese idealerweise spiegelverkehrt zur linken sein sollte – und die beiden wiederum, was die Seitenzu- und -abnahmen angeht, zum Rückenteil passen sollten. Einfach drauf los stricken ist halt nicht immer empfehlenswert.

Ich hatte ein wenig Bedenken, dass ich die Jacke nie tragen würde, weil sie ja „viel zu schade“ für den Alltag ist. Aber nach dem ersten Frösteln im Büro habe ich diese Bedenken schnell über Bord geworfen. Die Jacke ist wunderbar warm, trägt sich toll und wird auf jeden Fall auch im normalen nasskalten deutschen Alltag getragen werden. Um es mit den Worten von Brenda Dayne zu sagen: „If you’re cold, put on a sweater. That’s what they’re for.“ Wäre doch echt zu schade, wenn das Teil nur im Schrank liegen würde.

Und hier nochmal alles im Überblick:

  • Wolle: Drops Garnstudio Alaska
  • Verbrauch: hier habe ich wegen der langen Strickzeit total den Überblick verloren und deshalb absolut null Ahnung
  • Nadelstärke: 3,5mm und 3,25mm
  • Anleitung: Tweedy Aran Cardigan von Nora Gaughan, bei Interweave erhältlich.

Es grünt so grün

Es ist zwar nicht (mehr) das richtige Wetter für einen warmen Wollpulli, aber da ich heute früh ein Fotoshooting mit Selbstauslöser gemacht habe, habe ich endlich vorzeigbare Bilder von dem Projekt. Fertig geworden ist der Cardigan irgendwann im März, nach einer für meine Verhältnisse sehr kurzen Strickzeit von nur knapp zwei Monaten.

Das Garn, Soft Shetland von Lang Yarns ist ein absoluter Traum. Sehr angenehm weich, tolle Farbe und auch nach einigen Trage-Einsätzen noch keine Anzeichen von unliebsamen pillen.

In die grünen Fasern sind ganz wenige goldene Fasern reinkardiert, was dem Garn einen schönen Effekt verleiht und das Gestrickte, auch wenns nur glatt rechts ist, richtig klasse aussehen lässt.

Ganz an die Anleitung habe ich mich nicht gehalten: Statt drei links zusammenzustricken habe ich ein einfaches Perlmuster gestrickt. Das ursprüngliche Muster sah mir zu „knubbelig“ und unruhig aus. Außerdem habe ich am Kragen, an den Ärmeln und am unteren Bund ein Rippenmuster statt kraus rechts eingebaut. Die Knöpfe kommen von Wolle Rödel.

Und hier nochmal alles im Überblick:

  • Wolle: Lang Yarns Soft Shetland
  • Verbrauch: ca. 8 Knäuel (400 Gramm)
  • Nadelstärke: 3,5 mm
  • Anleitung: Drops 113-14, kostenlos bei Garnstudio erhältlich


Langsam wird es Zeit

Wäre es nicht schön, wenn es nun langsam mal Frühling werden würde? Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich komme mir vor, als würde ich schon seit Jahr und Tag morgens mein Auto frei meißeln müssen, als ob der Winter, die Kälte und der Schnee, der immer mal wieder runterkommt, schon ewig anhält. Es wird einfach Zeit, dass das nun langsam mal aufhört. Und man wieder normal belichtete Fotos im Freien machen kann.

dropsjacket2

Das Rückenteil der Drops-Jacke ist mittlerweile fertig geworden. Die liebe Sockenanja hat mich mit dem „Zwei-Teile-gleichzeitig-stricken“-Fieber angesteckt (bei Socken werde ich es demnächst auch mal probieren!) und so stricke ich nun die beiden Vorderteile zur gleichen Zeit. Ist ein bisschen Gefummel wegen der zwei Knäuel, aber mit etwas Technik klappt das schon.