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Fertig, done, fini

Am vergangenen Sonntag, um ungefähr 15h, ging für mich eine ganz persönliche Strick-Ära zu Ende.

Ja, er ist fertig, der Tweedy Aran Cardigan. Teile davon waren mit auf Hochzeitsreise, andere wiederum mit in Schottland und wieder andere haben mich auf diversen weiteren Reisen und Ausflügen begleitet. Eins ist aber trotz der aufkeimenden Nostalgie klar: so einen stricke ich nicht nochmal. Nicht, weil es ach so furchtbar war, nein, ganz und garnicht, aber es gibt Strickteile, die strickt man einfach nur einmal. Und das ist eins davon, zumindest für mich.

Ganz ehrlich, ich bin total stolz auf das Teil. Auch, weil ich durch das Projekt eine Menge gelernt habe: zopfen ohne Zopfnadel, ordentlich zusammennähen, Ärmel sowie linke und rechte Seiten stricken, die zusammenpassen.

Meine wichtigste Erkenntnis: gute Organisation ist alles. Maschenmarkierer in den Zunahmen und detaillierte Notizen sparen eine Menge Zeit, die man sonst reihenzählend und fluchend zubringen würde. Eigentlich logisch, mir wurde das aber erst klar, als ich die rechte Vorderseite angefangen hatte und mir klar wurde, dass diese idealerweise spiegelverkehrt zur linken sein sollte – und die beiden wiederum, was die Seitenzu- und -abnahmen angeht, zum Rückenteil passen sollten. Einfach drauf los stricken ist halt nicht immer empfehlenswert.

Ich hatte ein wenig Bedenken, dass ich die Jacke nie tragen würde, weil sie ja „viel zu schade“ für den Alltag ist. Aber nach dem ersten Frösteln im Büro habe ich diese Bedenken schnell über Bord geworfen. Die Jacke ist wunderbar warm, trägt sich toll und wird auf jeden Fall auch im normalen nasskalten deutschen Alltag getragen werden. Um es mit den Worten von Brenda Dayne zu sagen: „If you’re cold, put on a sweater. That’s what they’re for.“ Wäre doch echt zu schade, wenn das Teil nur im Schrank liegen würde.

Und hier nochmal alles im Überblick:

  • Wolle: Drops Garnstudio Alaska
  • Verbrauch: hier habe ich wegen der langen Strickzeit total den Überblick verloren und deshalb absolut null Ahnung
  • Nadelstärke: 3,5mm und 3,25mm
  • Anleitung: Tweedy Aran Cardigan von Nora Gaughan, bei Interweave erhältlich.
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Der nächste Winter kommt bestimmt

Und deshalb sind meine Mittagspausen nun dem Vorankommen des Tweedy Aran Cardigans gewidmet. Gut, 30 Minuten am Tag sind keine furchtbar lange Zeit, aber ausreichend, um regelmäßig zumindest einen kleinen Fortschritt zu machen.

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Das Rückenteil ist bereits fertig, gerade verzopfe ich das linke Vorderteil. Meine Freude am Cardigans stricken hält sich allerdings gerade in Grenzen, da ich zurzeit lieber löchrige Tücher produziere.

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Aber der nächste Winter kommt bestimmt wieder schneller als gedacht und dieses Mal möchte ich endlich mit einer handgestrickten Jacke gewappnet sein!