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Tausendschöne Socken

Das lange und größtenteils kühlgraue Pfingstwochenende hat sich ideal zum stricken geeignet, zumindest kam so etwas Farbe in den ansonsten drögen Frühling.

Die Honey Badger Socks sind fertig! Die Anleitung werde ich sicher nochmal verstricken, sie eignet sich klasse für handgefärbte oder anderweitig sehr bunte Wolle. Das Muster verliert sich nicht in den schnellen Farbwechseln und ist abwechslungsreich genug, um nicht langweilig zu sein. Die Tausendschön-Wolle aus dem tiefsten Stash war die Anleitung perfekt!

Ich habe genau nach Anleitung und damit mit insgesamt 60 Maschen gestrickt. So passt die Socke ganz gut, am Bein ist sie allerdings etwas eng – die übergezogenen Maschen nehmen dem Gestrickten ein wenig die Elastizität. Bei einem Nachfolgepaar werde ich deshalb den ersten Teil mit etwas größeren Nadeln stricken.

Und hier nochmal alles im Überblick:

  • Wolle: Tausendschöns Wilder Kerl für den Monat Juni 2010
  • Verbrauch: 65 Gramm
  • Größe: 60 Maschen
  • Nadelstärke: 2 mm
  • Anleitung: Honey Badger Socks, kostenlos bei Ravelry erhältlich
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Tiefstashtauchgang

tausendschoenwilderkelrjuni10

Seit Juli 2010 lagert dieser tolle Strang in meinem Stash: Ein „Wilder Kerl“ von Tausendschön, ein tolles Geburtstagsgeschenk von meinen Eltern, über das ich mich wahnsinnig gefreut habe und immernoch freue. Für so ein Geschenke-Garn mag man natürlich das perfekte Projekt finden. In den vergangenen fast drei Jahren habe ich verschiedene Socken-Anleitungen damit ausprobiert, aber nie war eine „gut genug“ für das Schätzchen, sämtliche Versuche wurden geribbelt und die Wolle verschwand stets wieder in den Untiefen des Stashs.

Um meinem eigenen Vorsatz zu folgen, habe ich mich gleich nachdem die Treppensocken fertig waren nochmals auf die Suche begeben und Ravelry nach Sockenmustern für den wilden Kerl durchkämmt. Dieses Mal bin ich tatsächlich fündig geworden, dieses Muster sollte es ohne Zweifel werden: Honey Badger von Irish Girlie Knits Designs (kostenlos bei Ravelry erhältlich).

Da das Garn wirklich sehr wild ist, wollte ich zwar eine gemusterte Socke, aber auf die schöne glatte Oberfläche von glatt rechten Maschen wollte ich doch nicht verzichten. Diese Anleitung ist ein toller Kompromiss!

Die Farben sind wirklich der Hammer, das Orange leuchtet selbst bei trübem Licht und macht müde Augen richtig munter. So macht Socken stricken richtig Spaß!


Linke Socke, rechte Socke, egale Socke

Das mit dem Links und dem Rechts war noch nie meine Stärke. Ich kann problemlos sagen „da vorne müssen wir links abbiegen“ aber eigentlich rechts meinen. Eigentlich gibt es für mich „Links“, „das andere Links“ oder je nach Situation „Rechts“ und „das andere Rechts“ – kein Wunder also, dass sich das manchmal auch aufs Stricken auswirkt.

treppenviertel

Wie so viele andere habe ich die interessanten Socken Treppenviertel gestrickt. Nach einigen Startschwierigkeiten (die auch mit links, rechts und räumlichem Denken zu tun hatten, zum Glück war ich damit nicht allein!) habe ich fröhlich vor mich hin gestrickt. Zuerst die linke, dann die rechte Socke … dachte ich. Bei der ersten Anprobe nach dem Abketten der zweiten Socke fiel mir auf: beide Socken sind identisch. Ich habe keine Ahnung, wie ich das hinbekommen habe, denn eigentlich ist klar, wie die seitenverkehrten Teile gestrickt werden müssen und ich habe bei der zweiten Socke extra darauf geachtet, die halbe Reihe extra zu stricken, bevor ich die Ferse beginne.
Oder doch nicht?
Ach egal, anziehen kann ich die Socken schließlich auch so.

treppenviertel2

Durch die Rippen haben die Socken eine ziemlich lustige (Un)Form und sehen ohne Fuß, der sie ausfüllt, recht komisch aus. Dadurch passen sie sich aber auch, ähnlich wie die etwas älteren Mojos, super dem Fuß an. Insbesondere in der Länge darf man sich von der Ziehharmonika-Form nicht täuschen lassen – das Gestrickte gibt enorm nach.

Und hier nochmal alles im Überblick:

  • Wolle: Weiß ich leider nicht mehr – ich glaube, etwas von Schoeller + Stahl in der üblichen 75/25-Zusammensetzung.
  • Verbrauch: zirka 2/3 des Knäuels
  • Größe: M, allerdings habe ich zehn zusätzliche Reihen gestrickt, bevor ich mit den „Ecken“ begonnen habe. Der Schaft war mir sonst etwas zu kurz.
  • Nadelstärke: 2 mm
  • Anleitung: Treppenviertel von Nicola Susen, für 2,50€ bei Ravelry erhältlich (deutsch und englisch)

Klassiker

Es gibt Anleitungen, die waren noch lange bevor es Ravelry und die dortige Filterfunktion „hot right now“ gab echte Massenphänomene. Dazu gehören die Monkey Socken, der Clapotis oder der Cobblestone Pullover – alles wie ich finde, echte Klassiker. Einen weiteren Klassiker, der in dieser Aufzählung nicht fehlen darf, habe ich aus einem Knäuel Regia Design Line Garden Effects gestrickt: ein Paar Jaywalker.

Mir fallen viele Gründe ein, warum dieses Muster so beliebt ist. Es ist leicht zu merken, geeignet für viele Färbungen, sieht interessant aus und erfordert nicht zuviel Aufmerksamkeit. Tatsächlich waren Jaywalkers mein erster Versuch, Socken jenseits von glatt rechts zu stricken. Deshalb ist das Muster für mich ein ganz persönlicher Klassiker, den ich auch immer wieder gerne auf die Nadeln nehme.

Was sind eure Klassiker?


Was vom Knäuel übrig bleibt

Mein neuestes Paar Unterwegs-Fernseh-einfach-glatt-rechts-Socken ist fertig. Davon habe ich immer ein Paar auf den Nadeln, an denen gestrickt wird, wenn mal wirklich was im Fernsehen kommt, das ich nicht nur hören sondern auch sehen mag (was in letzter Zeit immer seltener vorkommt). Oder wenn nur kurz Zeit für ein paar Reihen ist.

Opal Harry Potter in Tonks

Damit sich die Socken nicht zu sehr gleichen, habe ich bei der zweiten das Knäuel von innen heraus verstrickt. Dadurch laufen die Rapporte gegengleich.

Wie bei jedem verstrickten Sockenpaar ist mal wieder massig Garn übrig geblieben. 39 Gramm um genau zu sein. Mein Sockenwoll-Reste-Stash wächst und wächst und nimmt wertvollen Platz *hust*für neue Wolle*hust* weg.

Ein Ausschnitt vom Reste-Stash

Was also damit anstellen? Reste-Socken? Sneaker-Socken? Für Letzteres habe ich nicht allzu viel Verwendung, Ersteres ist zumindest mit den stark musternden Garnen nicht so einfach.

Nein, ich habe mich für was anderes entschieden: Der Reste-Stash wird Stück für Stück zu einer Decke verarbeitet. Also, eigentlich nicht Stück für Stück, sondern Fisch für Fisch.

Der erste Reste-Fisch seiner Art

Die Decke „A Recipe for Fish“ (Ravelry-Link) wird aus lauter kleinen Fischlein zusammen gesetzt. Die Anleitung für die Fische ist auf dem Blog der Designerin zu finden.
Nach meinen Berechnungen brauche ich für eine 1,5 Meter mal 2 Meter große Decke einen Schwarm von über 300 Fischen … Das wird also ein Weilchen dauern!


Von Kobolden und Regenbögen

Es heisst ja, dass Kobolde am Ende eines Regenbogens ihre Goldschätze vergraben.

koboldinerakuregenbogen

Nun hat mir eine sehr liebe Strickerin bei einem Wollmeisentausch nicht nur eine eben solche in der Färbung Raku Regenbogen in das Päckchen gepackt, sondern als Dankeschön noch eine Koboldine dazu! Bei so viel schöner Sockenwolle braucht man auch keinen Goldschatz mehr.

koboldine

Die Koboldine, eine Färbung von der Zauberwiese, hat genau „meine“ Farben. Dunkelviolett, gemischt mit Grün, Blau, Türkis – einfach toll! Das Garn besteht zu 75% aus Merinowolle, die restlichen 25% sind Polyamid.
Liebe Sandra, nochmals vielen Dank für den wunderschönen Strang! Ich freue mich wirklich riesig!